TSV-2000-ZD

Anwendungsbereich 
Der TSV-2000-ZD H4 ist ein Steinschlagschutzzaun im mittleren Energiebereich, der eine gelenkig-gelagerte Verbindung zur Grundplatte besitzt und daher bergseitige Rückhalteseile zur Abspannung des Stützenkopfes benötigt. Er wurde gemäß der ETAG 27 Richtlinien getestet und trägt eine CE-Kennzeichnung. Das System erfüllt alle Voraussetzungen der Konsequenzklasse 3 des Anhanges E der ONR 24810 “Technischer Steinschlagschutz – Begriffe, Einwirkungen, Bemessung und konstruktive Durchbildung, Überwachung und Instandhaltung ” und hat zudem die höchstmögliche Leistungsbewertung bei der Klassifizierung der “WLV – Typenliste für zugelassene Steinschlagschutznetze” der österreichischen Wildbach- und Lawinenverbauung. Dadurch kann das System für Projekte mit allen Risikoeinstufungen verwendet werden.

Seilführung
Die oberen und unteren Tragseile laufen über integrierte Führungen am Stützenkopf und -fuß. Eine ähnliche Vorrichtung wird für die Mittelseile verwendet. Jede Führung besteht aus einer großen gebogenen Fläche, welche die Seile schützt und deren freie Bewegung zulässt. Die Führungen wurden robust und ohne bewegliche Teile entwickelt, um deren Langlebigkeit zu garantieren und Instandhaltungsarbeiten zu vermeiden.
Integrierte Steighilfen
Jede Stütze verfügt über Steighilfen, die im Abstand von 50 cm in der Stütze eingearbeitet sind. Die Steighilfen erleichtern Installations-, Wartungs- und Inspektionsarbeiten am Zaun.
Verankerung der Rückhalteseile
Der Stützenkopf wird mit Rückhalteseilen bergseitig abgespannt. Diese Abspannseile werden an die bergseitigen Abspannanker (Fels-/Bodennagel) in der jeweiligen Feldmitte zu beiden Seiten der Stützen angeschlossen. Damit wird die Seitenstabilität der Stützen gewährleistet und die einwirkenden Kräfte am Stützenkopf in den bergseitigen Baugrund eingeleitet. Ein Anker wird für jeweils zwei Abspannseile genutzt. Das System verfügt über keine Bremselemente in den Rückhalteseilen.
Grundplatte
Gelenkige Steinschlagschutzsysteme haben eine separate Grundplatte, die über einen Bolzen mit der Stütze verbunden ist. Das untere Tragseil läuft durch eine Führung auf der Grundplatte, ähnlich der des Stützkopfes. Die Grundplatte wird durch zwei Fels-/Bodennägel mit dem Baugrund oder einem Fundament verbunden. Während der vordere Nagel bzw. Mikropfahl senkrecht zum Hang bzw. Grundplatte eingebaut wird, beträgt der Winkel zwischen Grundplatte und dem hinteren Fels-/Bodennagel 45 Grad.
Seitliche Verankerung
Die seitliche Verankerung sowie die Verankerung von Zwischenabspannungen langer Zaunabschnitte erfolgt normalerweise mit zwei Boden-/Felsnägeln, an denen die Trag- und Mittelseile mit den jeweiligen Bremselementen unter Verwendung von Kauschen und Schäkeln angeschlossen werden. Die Bremselemente der Mittelseile lassen mehr Verformung zu als die Bremselemente der Tragseile. Dadurch wird die Energieabsorbierung maximiert und eine große Restnutzhöhe gewährleistet.
GDV Bremselement
GDV-Bremselemente sind Stahlprofile mit einer Walze, die bei Last in die Länge gezogen und dadurch verformt werden. Die Dicke sowie Länge des Stahlprofils können angepasst werden, um die Absorbierung der Energie zu kontrollieren und an das System anzupassen. Diese Bremselemente sind höchst effizient und benötigen nur einen geringen Abstand zu den Stützen.System vor MEL-Test, Seitenansicht

System nach MEL-Test, Seitenansicht




