60/60/3,1

Anwendungsbereich
Das Viereckgeflecht 60/60/3,1 wird bei Fels- und Hangsicherungen mit niedrigen bis mittleren Lastanforderungen verwendet. Wie auch andere Viereckgeflechte passt es sich besser der Böschung an, bietet einen besseren Oberflächenkontakt und wirkt somit effizienter gegen Erosion im Vergleich zu Sechseckgeflechten. Viereckgeflechte werden sowohl als vernagelte Böschungssicherungssysteme als auch als Netzvorhänge eingesetzt.

Verflechtung von Drahtspiralen
Ein Viereckgeflecht ist ein Stahldrahtgeflecht mit viereckigen Maschen, das durch Verflechtung von Drahtspiralen hergestellt wird, wobei annähernd quadratische Maschenöffnungen entstehen. Das Ergebnis ist ein Produkt mit hoher Flexibilität entlang der Ausrollrichtung.

Vorhangsysteme
Bei Vorhangsystemen fällt das losgelöste Material kontrolliert hinter dem Netz nach unten. Am oberen Vernetzungsrand werden meist verankerte Tragseile zum Aufhängen der Geflechte installiert.

Rastervernagelte Vernetzungen
Um Bewegungen von logelösten Gesteinsmassen bereits im Vorfeld zu verhindern, wird das Geflecht mit Fels-/Bodennägeln, Zahnplatten und optionalen Längs-/Quer-/Randseilen in einem Nagelraster am Fels oder Boden angeschlossen. Diese Systeme sind rastervernagelte Vernetzungen zur Hangstabilisierung. Nageltyp, -länge und Nagelraster werden von einem Geotechniker festgelegt, sodass die zu erwartenden Lasten aufgenommen werden können und der Wartungsaufwand reduziert wird.

Vernetzung für Eisschlag
Eine interessante Anwendung von Hangvernetzungen ist der Schutz vor fallendem Eis. Hierbei ist das Geflecht an Ankerköpfen mit einem Abstand zum Hang montiert, um den Kontakt zur Felsoberfläche zu vermeiden. Wenn sich Eis im Winter bildet, befindet sich dieses hinter dem schützenden Geflecht. Infrastrukturbauwerke werden geschützt, sobald das Eis bei wärmeren Temperaturen abplatzt.

