ETAG 27 – Eingespannte Systeme

Starre bzw. eingespannte Steinschlagschutzzäune bestehen aus stärkeren Stützen mit einer integrierten Grundplatte am Stützenfuß. Bedingt durch die verschweißte Verbindung zwischen Grundplatte und Stütze ist der Winkel zwischen Grundplatte und Stütze fest vorgegeben. Zur Aussteifung dieser Verbindung werden zusätzlich werksseitig angeschweißte Aussteifungselemente verwendet. Das Ergebnis ist eine sich selbst tragende Stütze, welche keine Rückhalteseile am Stützkopf benötigt. Die Vorteile sind zum einen die geringere Fläche (geringerer footprint), die der Schutzzaun benötigt, da keine bergseitigen Abspannanker versetzt und bergseitige Abspannseile installiert werden müssen. Zum anderen ist der Schutzzaun im Falle eines Steinschlags leichter zugänglich und kann somit besser meist maschinell beräumt werden.

Generell ist jedoch zu berücksichtigen, dass starre Systeme umfangreichere Verankerungsarbeiten im Bereich des Stützenfußes erfordern. Bei einem Baugrund mit anstehenden Fels, können die Stützen direkt über die Felsnägel an den Baugrund angeschlossen werden, sollte jedoch eine mehr oder minder mächtige Lockergesteinsdecke vorliegen, ist eine Kombination aus einem Betonfundament, Bodennägeln und Mikropfählen (Zug- und Druckanker) zu installieren.

Die nach ETAG 27 oder EAD 340059-00-0106 geprüften Systeme haben das Zulassungs- bzw. Bewertungsverfahren gemäß der “ETAG 27: Guideline for European Technical Approval of Falling Rock Protection Kits” bzw. "EAD 340059-00-0106: Falling Rock Protection Kits" der European Organisation for Technical Assessment (EOTA) durchlaufen. Dies bedeutet, dass ein 1:1 Feldversuch des Schutzzaunes für den maximalen Energieeintrag (MEL-Test) sowie das Serviceenergielevel (SEL-Test) durchgeführt wurde. Für weitere Informationen bezüglich der Testrichtlinien, klicken Sie hier.

Image